Cottbus Nazifrei! http://nazifreicb.blogsport.de Bündnis Cottbus Nazifrei! Wed, 08 Jun 2016 20:00:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Diskussion: NSU-Mordserie – Wie klärt Brandenburg auf? http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/08/diskussion-nsu-mordserie-wie-klaert-brandenburg-auf/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/08/diskussion-nsu-mordserie-wie-klaert-brandenburg-auf/#comments Wed, 08 Jun 2016 19:57:19 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/08/diskussion-nsu-mordserie-wie-klaert-brandenburg-auf/

Donnerstag, 16. Juni 2016, 19.30 Uhr, Piccolo-Theater in Cottbus

Neonazis, Terrorismus, V-Leute – und viele offene Fragen, auch im Land Brandenburg. Wie ist es möglich, dass das NSU-Terrornetzwerk jahrelang im Untergrund agieren konnte? Welche Rolle spielt dabei der Brandenburger Verfassungsschutz? Was wird getan für die Aufklärung, was ist von einem Untersuchungsausschuss zu erwarten?

Rechte Gewalttäter*innen verbreiteten schon in den 1990er-Jahren Angst und Schrecken im Land Brandenburg. Ihr Vorbild: Hoyerswerda, die sächsische Stadt, aus der 1991 nach schweren Krawallen alle Flüchtlinge evakuiert worden waren. In diesem gesellschaftlichen Klima formierte sich der NSU in Sachsen und auch in der Mark bildeten sich Unterstützungsstrukturen. Mittendrin: V-Leute des Brandenburger Verfassungsschutzes. Durch juristische und parlamentarische Aufklärungsarbeit kommt dieser Komplex Stück für Stück ans Tageslicht. Der Landtag in Brandenburg zieht jetzt mit einem eigenen Untersuchungsausschuss nach. Dessen Erfolg wird auch vom Engagement der kritischen Zivilgesellschaft abhängen. Aus diesem Grund laden der Cottbuser Aufbruch und das Bündnis Cottbus Nazifrei! zu einer Diskussion mit einer Vertreterin von NSU-Watch Brandenburg und Anna Spangenberg vom Aktionsbündnis Brandenburg ein. Sie ist Herausgeberin des Buches „Generation Hoyerswerda“.

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Der Kindertag mit Cottbus Nazifrei! http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/02/der-kindertag-mit-cottbus-nazifrei/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/02/der-kindertag-mit-cottbus-nazifrei/#comments Thu, 02 Jun 2016 21:16:21 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/02/der-kindertag-mit-cottbus-nazifrei/ Die AfD Cottbus hat diesen Mittwoch zu einer Diskussion mit dem sehr ergebnisoffenen Titel „AfD – Notwendiges Korrektiv oder Schreckgespenst“ eingeladen. Auch wenn diese Einladung nicht persönlich an Cottbus Nazifrei! geschickt wurde, so haben wir sie doch gerne angenommen. Zur Teilnahme musste man sich vorher per E-Mail anmelden. Unverständlicherweise erhielten viele von uns keine Bestätigung, deswegen mussten wir vor dem Gebäude an der Debatte teilnehmen.

Um 18 Uhr platzierten wir uns mit Soundanlage, Bannern und Plakaten auf dem Erich-Kästner-Platz. Nachdem es am Himmel lange Zeit nach einem Unentschieden zwischen Sonnenschein und Gewitterfront aussah, zog dann doch noch ein heftiger Schauer über uns hinweg, den wir mit unseren ersten Mitstreiter*innen unter dem Vordach des Piccolo-Theaters überstanden. Nachdem sich der Himmel dann nach und nach wieder aufhellte, wuchs auch unser Protest auf ca. 100 Menschen an.

Passend zum Kindertag verwandelten wir den Eingangsbereich zum Stadthaus in eine Spielwiese. Neben Tischtennis, Kicker und Riesen-Jenga wurde „Volker-Ball“ gespielt, eine Weiterentwicklung des „Völker-Balls“. Volker, der Schiedsrichter, bestimmt alle Regeln. Seltsamerweise wurde die Mannschaft der Weißen und der Männer immer wieder bevorteilt. Bei den Fans der anderen Mannschaften sorgte es für Empörung, als das Spielfeld sich verkleinerte und Punkte nicht gezählt wurden. Doch Volker hat immer Recht und wer nicht in seiner Gunst steht, hat eben Pech gehabt. Als Preis gab es dann natürlich Kinderschokolade für alle.

Die meisten der Besucher*innen der AfD-Veranstaltung schlichen sich an uns vorbei durch den Hintereingang ins Stadthaus – ebenso der „Star“ des Abends Alexander Gauland. Mit ca. 200 Teilnehmer*innen war der Saal zu ca. ¾ gefüllt. Darunter waren Andreas Kalbitz, Vertreter*innen von Zukunft Heimat aus dem Spreewald, einige ehemalige CDU-Funktionäre und die üblichen Cottbuser Facebook-Trolls. Die Fangemeinde lauschte den Ausführungen von Gauland, Patzelt und Spring andächtig. Vor allem bei Werner Patzelt hatten einige aber offensichtlich immer wieder Konzentrationsschwierigkeiten.

Gaulands Nachbarschafts-Aussage zu Jérôme Boateng wurde nicht thematisiert, stattdessen wurde über die Kreisgebietsreform und die Einwanderungsländer USA, Kanada und Neuseeland gesprochen. Die Schaffung einer Grenzfestung in Kombination mit einer gezielten Selektion von Menschen anhand ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit schwebt dem 75-Jährigen Gauland vor. Dass dieser Nützlichkeits-Rassismus verheerende Folgen für das Leben von Menschen diesseits und jenseits der Grenzbefestigungen hat, kann mit einer ordentlichen Dosis Empathielosigkeit schon verkraftet werden. Er selbst muss ja in dieser unmenschlichen Welt nicht mehr lange leben und den Fans redet man einfach ein, dass Muslim*innen, Flüchtlinge und Nordafrikaner*innen eigentlich auch gar keine so wertvollen Menschen sind. Einmal fremd, immer fremd – aber mit Rassismus hat das ganze natürlich nichts zu tun…

Währenddessen beteiligten wir uns an dieser Debatte im Eingangsbereich des Stadthauses mit unseren mitgebrachten Vuvuzela-Tröten und Luftschlangen. Auch im Saal war dies nicht zu überhören. Für Gauland handelte es sich dabei um „das übliche Grundrauschen bei unseren Veranstaltungen“. Bei der wie immer sehr dünnhäutigen Marianne Spring sorgte dies für den inzwischen schon traditionellen Wutausbruch. Schlimm sei das, so wie in der Vergangenheit, als die bösen Linksextremisten die AfD-Infostände in Cottbus angegriffen hätten. Wahrscheinlich meinte sie damit die Szene vom 7. Mai 2014 vor dem Blechen Carré-Einkaufszentrums. Die Anwesenheit von einer handvoll diskussionsbereiter Kritiker*innen brachte Marianne Spring so zur Weißglut, dass nicht nur ihr Parteikollege Steffen Königer von ihr genervt war, sondern auch der Betreiber des Einkaufszentrum. Dieser hatte sie dann gebeten ihr Zeug zusammenzupacken und ihm nicht die Kundschaft zu vergraulen.

Aber nochmal kurz zurück zum Mittwoch… Nach längerer Debatte konnte man sich drinnen mithilfe des wissenschaftlichen Rates von Werner Patzelt nochmal gegenseitig versichern, dass die AfD kein „Schreckgespenst“ ist sondern ein „notwendiges Korrektiv“. Wir bekamen dagegen draußen noch einen interessanten Input zur verlogenen Sozialpolitik der AfD, die vor allem für untere Bevölkerungsschichten weitere Einschnitte bedeuten würde. Wir waren uns deswegen ziemlich einig, dass wir kein Bock haben in so einer rassistisch und sozial gespaltenen Gesellschaft zu leben.

Viele der Gäste der Veranstaltung verließen das Stadthaus wieder durch die Hintertür. Weil die angereiste Vertreterin des Antifa e.V. am Vordereingang noch eine längere Diskussion mit einem sehr ernstzunehmenden Speditionsunternehmer aus Cottbus führte, verzögerte sich leider die Auszahlung des Demogeldes.

Bis zum nächste Mal.

Fotos unserer Kundgebung findet ihr auf unserem Flickr-Stream

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Kundgebung gegen Alexander Gauland in Cottbus http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/01/kundgebung-gegen-alexander-gauland-in-cottbus/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/01/kundgebung-gegen-alexander-gauland-in-cottbus/#comments Wed, 01 Jun 2016 06:36:03 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/06/01/kundgebung-gegen-alexander-gauland-in-cottbus/ Pressemitteilung von Cottbus Nazifrei! vom 30.05.2015

„Keine Bühne für Rassismus“ unter diesem Motto organisiert Cottbus Nazifrei! eine Kundgebung gegen eine AfD-Veranstaltung mit Alexander Gauland in Cottbus. Am 01. Juni ab 18.00 sind alle Cottbuser*innen eingeladen vor dem neuen Stadthaus gegen rassistische Hetze zu demonstrieren.

Die AfD Cottbus hat sich ihren Landesvorsitzenden Alexander Gauland zu einer Veranstaltung im Saal des neuen Stadthauses am Erich-Kästner-Platz eingeladen. Der langjährige Herausgeber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ galt bisher als „konservativer Intellektueller“, doch in der AfD nimmt er immer mehr die Rolle des Scharfmachers und des Schutzpatrons für den völkischen Parteiflügel ein. Dazu erklärt Luise Meyer vom Bündnis Cottbus Nazifrei: „Die rassistischen Äußerungen von Alexander Gauland zum Fußballer Jérôme Boateng waren kein Ausrutscher, sondern Ausdruck einer rechten Ideologie, die unsere Gesellschaft vergiftet. Die AfD erkauft sich ihren politischen Erfolg mit sozialer und rassistischer Polarisierung. Den Preis dafür bezahlen wir alle.“

Neben der Kreisvorsitzenden Marianne Spring sitzt auch der Professor Dr. Patzelt aus Dresden mit auf der Bühne. Er hat den Extremismus-Begriff in der Vergangenheit maßgeblich mitgeprägt. Diese Theorie sieht rassistische Gewalt als ausschließliches Phänomen der „Rechtsextremen“. Alltagsrassismus und rechte Gewalt werden dadurch relativiert. Der Politikwissenschaftler wird immer noch von vielen Medien als neutraler Kommentator gehandelt, dabei ist er selber tief verstrickt mit PEGIDA und der AfD. Auch durch seine Beteiligung an der AfD-Veranstaltung in Cottbus wird dies deutlich.

Auf dem Erich-Kästner-Platz wird Cottbus Nazifrei! mit Redebeiträgen, Sport und Spiel kreativen Protest leisten. Die positiven Erfahrungen in Cottbus haben gezeigt, dass eine wehrhafte Zivilgesellschaft rechter Hetze Einhalt gebieten kann. „Wir wollen nicht zulassen, dass Gauland und die AfD in Cottbus ausgerechnet zum Internationalen Kindertag unwidersprochen bleiben“, so Meyer abschließend.

Weitere Informationen sind auf unserer Facebook-Seite zu finden.

Kontakt:
Sprecher*innenrat: 0157 – 803 432 25
Email: kontakt@cottbus-nazifrei.info

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Kundgebung: Keine Bühne für Rassismus – Protest gegen Gauland http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/25/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-gauland/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/25/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-gauland/#comments Wed, 25 May 2016 13:25:04 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/25/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-gauland/

„Keine Bühne für Rassismus“ #2
AfD im Stadthaus – nur MIT uns!

Ende des letzten Jahres mobilisierten unterschiedliche rechte Gruppierungen zu Protesten in Cottbus. Nachdem diese abgeebbt sind, geben sich aktuell wieder neurechte Politiker*innen in Cottbus die Klinke in die Hand. Sie versuchen mit geschlossenen Veranstaltungen ihre Position in der Stadt zu festigen. Den Auftakt machte Thilo Sarrazin am 12.05. im Weltspiegel. Am 01. Juni 2016 bekommen wir es in Cottbus wieder mit der AfD zu tun. Ab 19 Uhr findet im Stadthaus ein Podiumsgespräch mit Vertreter*innen der Partei und dem Extremismustheoretiker Werner Patzelt statt. Partei-Prominenz der Runde im Stadthaus ist der Landesvorsitzende der AfD Brandenburg, Alexander Gauland. So wie zu Sarrazins Auftritt wird Cottbus Nazifrei auch am 1. Juni ab 18 Uhr eine Protestkundgebung auf dem Erich-Kästner-Platz (Piccolo) abhalten. Aber nicht nur das…

Platzbesetzung?-Ja, bitte!
Das Podiumsgespräch im Stadthaus wird nicht öffentlich beworben und ist nur unter vorheriger Anmeldung zugänglich. Dieses Verfahren scheint dazu zu dienen, bereits im Voraus unliebsame Personen und ihre kritischen Meinungen von der Versammlung fern zu halten. Die Einladung zu dem Podiumsgespräch ist trotzdem zufälligerweise hier zu finden. Meldet euch an, nehmt der AfD und ihren Sympathisant*innen die Plätze, durchbrecht die Geschlossenheit der Veranstaltung und sagt, was ihr zu sagen habt. Auf zur Platzbesetzung – im und vor dem Stadthaus!

Keine Bühne für diese rassistische Partei, weil…
… sie ein vermeintlich „deutsches Volk“ über andere stellt. Dieses soll vor einem angeblichen „Volksaustausch“ durch Geflüchtete „geschützt“ werden.
… sie geschlossene Grenzen und sogar Schusswaffengebrauch fordert, um Geflüchtete an der Einreise in die BRD zu hindern.
… sie gegen Geflüchtete und Andersdenkende hetzt, damit das gesellschaftliche Klima zuspitzt und Gewaltbereitschaft befeuert.
… sie islamfeindlich ist und Sonder“rechte“ für Menschen mit muslimischem Glauben einführen möchte (Vergleich: Antisemitismus).
Doch die Partei ist nicht nur rassistisch, sondern gleichermaßen sozialchauvinistisch*, nationalistisch und damit rückwärtsgewandt.

Mit der AfD gehen, heißt über Leichen gehen! – Um das zu verdeutlichen haben wir von Cottbus Nazifrei! uns eine kreative Aktion überlegt. Bringt deswegen zu der Kundgebung ein helles T-Shirt mit, das „dreckig“ gemacht werden kann.

Kommt vorbei und seid Teil der vielfältigen Proteste von Cottbus Nazifrei!, wenn es am 1. Juni heißt: „Keine Bühne für Rassismus und die AfD!“

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Kurzinformation zu den Personen auf dem Podium:

Alexander Gauland ist einer der Köpfe der AfD. Er war über Jahrzehnte Teil des CDU-Establishments in verschiedenen Positionen und 14 Jahre lang Herausgeber der Tageszeitung „Märkische Allgemeine“. Er gilt als intellektueller Konservativer. Mit seinen 75 Jahren übernimmt er in der AfD jedoch die Rolle des rassistischen Scharfmachers und Schutzpatrons für den völkisch-nationalistischen Flügel.

Prof. Werner J. Patzelt ist Professor an der TU Dresden und Mitglied der CDU. Er verfasste mehrere Studien zu Pegida und machte in diesem Zusammenhang immer wieder durch massiv verharmlosende Äußerungen auf sich aufmerksam. Er ist einer der prominententesten Vertreter der Extremismustheorie, die dazu eingesetzt wird die gesellschaftliche Mitte vom vermeintlich „extremen“ Rassismus und Nationalismus freizusprechen.

Marianne Spring ist seit der Gründung Kreisvorsitzende der AfD in Cottbus. Zuvor saß sie für die FDP und die Frauenliste in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung. Im Gegensatz zu anderen Vertreter*innen der AfD in Brandenburg ist sie bisher sehr moderat aufgetreten und konzentriert sich in ihrer Arbeit auf lokalpolitische Themen wie Abwassergebühren und Lärmschutzwände. Trotzdem ist sie sich nicht zu schade, Hetzern wie Gauland und Höcke in Cottbus immer wieder eine Bühne zu bieten.

* soziale Ausgrenzung; Herabwürdigung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft

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Kundgebung gegen Thilo Sarrazin in Cottbus http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/11/kundgebung-gegen-thilo-sarrazin-in-cottbus/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/11/kundgebung-gegen-thilo-sarrazin-in-cottbus/#comments Wed, 11 May 2016 07:45:18 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/11/kundgebung-gegen-thilo-sarrazin-in-cottbus/ Pressemitteilung von Cottbus Nazifrei! vom 10.05.2016

„Keine Bühne für Rassismus“ unter diesem Motto veranstaltet Cottbus Nazifrei! eine Kundgebung gegen die Buchvorstellung von Thilo Sarrazin in Cottbus. Am 12. Mai ab 18.30 Uhr sind alle Cottbuser*innen eingeladen vor dem Weltspiegel gegen die rechtspopulistischen Thesen Sarrazins zu demonstrieren.

Neue rechte Bewegungen gewinnen deutschlandweit an Zulauf. Diese Entwicklung geschah keinesfalls aus dem Nichts heraus. Einer ihrer Stichwortgeber war und ist Thilo Sarrazin. Am 12. Mai kommt er nun auch nach Cottbus, um für sein neues Buch zu werben. Seine Bücher und Vorträge sind Teil einer Kampagne, die Muslim*innen, Flüchtlinge und Menschen, die von Armut betroffen sind, herabwürdigen soll.

Sarrazin fördert und verbreitet mit seinen Vorträgen Rassismus und diskriminiert sozial benachteiligte Menschen. Er verwendet dabei Fachbegriffe, die seine Aussagen zum Teil tarnen, den Kern allerdings nicht verändern. Er stuft Menschen als höher- oder minderwertig ein und entmenschlicht dabei die Schwachen. „Hier wird versucht, sozial Benachteiligte gegen Geflüchtete auszuspielen, doch wir werden diese rassistische und soziale Spaltung unserer Gesellschaft nicht unwidersprochen lassen“, so Luise Meyer vom Bündnis Cottbus Nazifrei!.

Die Vortragsveranstaltung findet im Weltspiegel statt. „Es ist beschämend für eine Kulturstätte, die Ort für Vielfalt und Bildung sein soll, dass ausgerechnet dort Ausgrenzung und Diskriminierung salonfähig gemacht wird“, so Meyer weiter. Bei der Veranstaltung wird es nicht um eine offene Diskussion gehen, sondern viel mehr um die Selbstbestätigung rassistischer und diskriminierender Argumente. Hier werden die Grundlagen für die Gewalt gegen vermeintlich Fremde gelegt.

Kontakt:
Sprecher*innenrat: 0157 – 803 432 25
Email: kontakt@cottbus-nazifrei.info

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Kundgebung: Keine Bühne für Rassismus – Protest gegen Sarrazin http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/06/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-sarrazin/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/06/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-sarrazin/#comments Fri, 06 May 2016 09:01:23 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/05/06/kundgebung-keine-buehne-fuer-rassismus-protest-gegen-sarrazin/ Keine Bühne für Rassismus

Der Stichwortgeber des Rechtsrucks, Thilo Sarrazin, ist auf Werbetour für sein neues Buch. Wie kein anderer hat er in der Vergangenheit dazu beigetragen rassistische und sozialchauvinistische Hetze in Deutschland wieder salonfähig zu machen. Zu seinen Feindbildern gehören Muslim*innen, Flüchtlinge und Menschen, die von Armut betroffen sind. Seine Bücher und Vortragsreisen sind Teil einer Kampagne, die diese Menschen in der öffentlichen Wahrnehmung herabwürdigen soll.

Getarnter Rassismus

Die Bild-Zeitung bewirbt Sarrazins neues Buch „Wunschdenken“ tatkräftig und bezeichnet ihn als „Klartext-Politiker“, dabei verbreitet er vor allem Rassismus, den er mit Fachsprache tarnt. Statt von „Rasse“ spricht Sarrazin von „Kultur“ und „kognitiver Intelligenz“. Er begründet die Einstufung unterschiedlicher Menschen als höher- und minderwertig mit Versatzstücken der Genforschung. Für ihn ist es unvorstellbar, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Religion in der Lage sind friedlich zusammen zu leben, dabei war genau das in Europa für Jahrtausende Realität. Erst durch den aufkommenden Nationalismus und seine Vorstellungen von ethnischer und kultureller Reinheit ist es zu Pogromen und Genoziden gekommen. Die Enthumanisierung und Entindividualisierung der vermeintlich „Fremden“ rechtfertigt in letzter Konsequenz die Aberkennung der Menschenrechte und ihre Auslöschung. Die Forderungen nach der Entrechtung von Muslim*Innen in Deutschland und die Abschottung gegen Flüchtlinge an den europäischen Außengrenzen sind wieder ein Ausdruck dieser nationalistischen Reinheits- und Vernichtungsphantasien.

Soziale Spaltung

Sarrazins Grenzziehungen verlaufen nicht nur entlang rassistischer Trennlinien. Er ist auch einer der radikalsten Vertreter einer neoliberalen Ideologie, die Menschen die Lebensgrundlage entziehen will, wenn sie sich nicht bedingungslos dem kapitalistischen Verwertungsdruck unterwerfen. Den staatlichen Einsatz für sozialen Ausgleich diffamiert er als „Gleichheitsideologie“, die den deutschen Wirtschaftsstandortes im globalen Wettbewerb schwächt. Die Verantwortung für Armut und Arbeitslosigkeit soll stattdessen von der Gesellschaft auf die einzelnen Individuen verlagert werden. Dies entspricht der Strategie der sozialen Spaltung, wie sie mit der Agenda 2010 umgesetzt wurde. Sarrazin gehörte Anfang der 2000er-Jahre zu den lautesten Vertretern einer Diffamierungskampagne gegen Erwerbslose und sozial Schwache. Als SPD-Mitglied, Finanzsenator von Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen Bank wirkte er aktiv beim Radikalumbau des Sozialstaats mit.

Teile und Herrsche

Sarrazin ist kein Rassist unter vielen. Er inszeniert sich als neutraler Kommentator, Tabubrecher und Rebell gegen das Establishment, dabei war und ist er selbst Teil der herrschenden Elite. Nur deswegen hat er die Möglichkeit seine menschenverachtenden Theorien über die großen Medien zu verbreiten. Besonders der Axel-Springer-Verlag und die Bild-Zeitung profitieren von diesen immer wieder selbst produzierten Schlagzeilen und auch Sarrazin kann durch den Bücherverkauf sein Vermögen weiter vergrößern. Die Karten für die Veranstaltung im Weltspiegel werden für 15 € pro Stück verkauft. Der Moderator des Abends ist Dr. Klaus Rost. Er war von 1995 bis 2012 Chefredakteur der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Alexander Gauland, der heutige Kopf der AfD Brandenburg, war dort 10 Jahre lang sein Arbeitgeber. In dieser exklusiven Runde geht es nicht um eine offene Debatte, sondern um die Selbstbestätigung von Rassist*innen und Sozialchauvinist*innen. Hier werden die Argumente für die Gewalt auf der Straße und in den Amtsstuben zurechtgelegt.

Sie wollen HarzIV-Empfänger*Innen und Flüchtlinge gegeneinander ausspielen! Ohne uns!
Wir bleiben solidarisch gegen die rassistische und soziale Spaltung unserer Gesellschaft!

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Veranstaltungen zum 71.Jahrestag der Befreiung von Cottbus: Befreiung fortsetzen!? http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/21/veranstaltungen-zum-71-jahrestag-der-befreiung-von-cottbus-befreiung-fortsetzen/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/21/veranstaltungen-zum-71-jahrestag-der-befreiung-von-cottbus-befreiung-fortsetzen/#comments Thu, 21 Apr 2016 08:51:40 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/21/veranstaltungen-zum-71-jahrestag-der-befreiung-von-cottbus-befreiung-fortsetzen/ Pressemitteilung von Cottbus Nazifrei! vom 21.04.2016

„Befreiung fortsetzen!?“ unter diesem Motto veranstaltet Cottbus Nazifrei! zwei Veranstaltungen rund um den Jahrestag der Befreiung von Cottbus vom Naziregime. Eine Diskussionsveranstaltung am 22.April um 19 Uhr im quasiMONO stellt Fragen rund um den historischen Tag. Am 23.April treffen sich alle Interessierten zu einer interaktiven Spurensuche um 14 Uhr auf dem Altmarkt.

Am 22.April 1945 endete für die Stadt Cottbus der Zweite Weltkrieg. 5.000 Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene wurden befreit, darüber hinaus befanden sich noch etwa 3.500 Zivilist*innen in der Stadt. „Diesem wichtigen Tag der Cottbuser Stadtgeschichte können wir uns mit der Diskussionsveranstaltung am Freitag intensiver widmen, gerade weil der 15.Februar im öffentlichen Bewusstsein immer mehr an Bedeutung verliert“, erklärt Luise Meyer von Cottbus Nazifrei!. Die Rolle von Cottbus zum Kriegsende, eine Einordnung des Bombenangriffs am 15.Februar, sowie auch Sorben/ Wenden und das Frauengefängnis in Cottbus werden Thema sein. Diskutiert werden kann dabei vor allem darüber, was Befreiung eigentlich meint. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Cottbus Nazifrei! und der Rosa-Luxemburg-Stifung Brandenburg, Regionalbüro Cottbus.

Am 23.April folgt eine Gedenkveranstaltung der etwas anderen Art. Mit einer interaktiven Spurensuche können die Orte der Täter*innen, der Opfer und des Widerstand während der Nazi-Zeit und heute in Cottbus von allen Teilnehmenden entdeckt werden. „Wer ein Smartphone hat, soll es bitte mitbringen, wer keines besitzt, kann trotzdem problemlos teilnehmen“, sagt Meyer zu dieser neuen Form des Stadtrundgangs. In Gruppen werden die Interessierten Knobelaufgaben lösen, bekannte Orte neu kennenlernen und zum Schluss am gemeinsamen Endpunkt bei einem Imbiss ihre Erfahrungen austauschen. Der Startpunkt ist um 14 Uhr auf dem Altmarkt.

Auf eine weitere Veranstaltung am 22.April sei hier noch kurz verwiesen. Um 20.30 Uhr findet im Chekov (Stromstraße 14) das Hiphopkonzert „Flowgeflüster III“ statt. Die Einnahmen kommen Cottbus Nazifrei! zugute. „Denn unsere Stadt bleibt bunt,“ sagen dazu die Veranstalter*innen.

Weitere Informationen:
Broschüre „Cottbus befreit!“

Kontakt:
Sprecher*innenrat: 0157 – 803 432 25
Email: kontakt@cottbus-nazifrei.info

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22. April: Befreiung fortsetzen http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/14/22-april-befreiung-fortsetzen/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/14/22-april-befreiung-fortsetzen/#comments Thu, 14 Apr 2016 08:28:45 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/14/22-april-befreiung-fortsetzen/ Am 22. April 1945 endete für die Stadt Cottbus der Zweite Weltkrieg. Für ca. 5.000 Zwangsarbeiter*innen und Gefangene bedeutete dies Befreiung. Für die 10.000 Zivilist*innen in Cottbus bedeutete dies das Ende des Nationalsozialismus. Die Rote Armee nahm die Stadt Cottbus nach geringen Kampfhandlungen ein. Damit ist dieser Tag einer der wichtigsten in der Cottbuser Stadtgeschichte.

Das wollen wir zum Anlass nehmen, allen Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Wir laden euch am 22. April zur Infoveranstaltung „Cottbus befreit?!“ ab 19.00 Uhr ins QuasiMONO ein. Dabei wird es vor allem um Cottbus im III. Reich, die Sorben und den Begriff der „Befreiung“ gehen. Außerdem wollen wir uns zusammen mit allen Interessierten am 23. April auf eine interaktive Spurensuche begeben. Unter dem Motto „Täter – Opfer – Widerstand“ treffen wir uns um 14 Uhr auf dem Altmarkt. Der Rundgang wird nicht nur zu historisch relevanten Orten führen, sondern auch Stellen ausfindig machen, wo heute rassistische Gewalt stattfindet, wo sich Neonazis organisieren und wo sich Widerstand regt.

Wir wollen mit unseren Veranstaltungen aber nicht nur mahnen und gedenken, sondern auch die Befreiung vom Nationalsozialismus feiern. Der Zusammenbruch des Naziregimes heißt für uns, dass wir freier leben können. Doch was bedeutet eigentlich befreit? Die Nazis wurden gewählt und konnten durch den Schulterschluss mit den konservativen Kräften an die Macht gelangen. Die Deutschen waren nicht manipuliert und verführt worden. Große Teile der Bevölkerung haben durch Mittun, Wegschauen und Nicht-Eingreifen die Grauen der Nazizeit verursacht. Nicht diese Menschen wurden von ihrer Regierung befreit, sondern Konzentrationslager, Zwangsarbeiter*innen und Gefangene.

Auch heute ist die deutsche Gesellschaft nicht frei von Rassismus. Menschen in der ganzen Bundesrepublik zünden Unterkünfte für Asylsuchende an. Bei den letzten Landtagswahlen konnten die Rechtpopulist*innen der AfD einen erneuten Stimmenzuwachs erzielen. Im Jahr 2015 kam es laut Opferperspektive e.V. allein in Cottbus zu 28 rassistischen Übergriffen, die Dunkelziffer wird deutlich höher sein. Dabei beklagt der Verein vor allem, dass sich nicht-weiße Menschen nirgendwo in der Stadt sicher fühlen können, da die Übergriffe flächendeckend stattfinden.

Daher lautet unser Auftrag: Wir müssen die Befreiung fortsetzen! Mit Blockaden gegen Neonaziaufmärsche, mit der Unterstützung von Geflüchteten, mit dem Engagement gegen Sexismus, Homophobie und andere Diskriminierungsformen. Seid auch ihr dabei. Informiert euch und bringt euch ein!

22.April: Infoveranstaltung „Cottbus befreit?!“, 19.00 Uhr, QuasiMONO
23.April: Interaktive Spurensuche, 14.00 Uhr, Altmarkt

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Zusammen im Kahn gegen den rechten Wahn http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/09/zusammen-im-kahn-gegen-den-rechten-wahn/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/09/zusammen-im-kahn-gegen-den-rechten-wahn/#comments Sat, 09 Apr 2016 10:20:00 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/04/09/zusammen-im-kahn-gegen-den-rechten-wahn/ Heute machen wir einen Ausflug nach Lübbenau um die Menschen der neuen Gemeinschaft „Laut für den Spreewald“ bei ihrer Demonstration zu unterstützen. Warum wir das machen haben wir hier in einem kleinen Text zusammengefasst.

Cottbus Nazifrei! sellt sich vor

Wir sind das Bündnis Cottbus Nazifrei! und unterstützen „Laut für den Spreewald“ bei dieser Demonstration. Unsere Ziele sind Rassismus in Cottbus und der Umgebung den öffentlichen Raum zu nehmen, Aufmärsche von Neonazis und Rechtspopulist*innen zu verhindern, den gesellschaftlichen Alltag in Cottbus antifaschistisch zu begleiten und mit positiven Alternativen und Lebensentwürfen ins öffentliche Bewusstsein hineinzuwirken. Wir setzen uns für ein gemeinsames Handeln aller emanzipatorischen Kräfte in der Region ein, um dem Erstarken rechter Bewegungen im Spreewald etwas entgegen zu setzen. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Cottbuser Aufbruch sind wir in einem Netzwerk namens „Cottbus bekennt Farbe“ aktiv. Auch weiterhin bieten wir unsere Hilfe für Aktionen in der Spreewaldregion an.

„Zukunft Heimat“ – Wer oder was ist das?

Seit Mitte 2015 orga­ni­siert der Ver­ein „Zukunft Hei­mat“ in verschiedenen Spree­wald­städ­ten, u.a. Lüb­benau, regel­mä­ßige Demons­tra­tio­nen. Zu Beginn reihte sich der Pro­test des Vereins in die bundesweite Anti-Flücht­lin­gs-Debatte ein. Der Ver­ein „Zukunft Hei­mat“ ver­tritt inzwischen jedoch offen völ­ki­sche, natio­na­lis­ti­sche und ras­sis­ti­sche Posi­tio­nen. Zu den Bünd­nis­part­nern gehö­ren die Bran­den­bur­ger AfD, Pegida-Ableger aus der Region und die Grup­pie­rung der Iden­ti­tä­ren. Zudem gibt es personelle Verbindungen zum verbotenen Spreelichter-Netzwerk, dessen Anführer Marcel Forstmeier selbst in Lübbenau lebt.

Was können wir gemeinsam tun?

Der Verein „Zukunft Heimat“ zeigt, dass es nicht nur notwendig ist explizit gegen Nazis auf die Straße zu gehen. Mit dem Verein hat sich eine gefährliche Verbindung verschiedener, bereits in der Mitte der Gesellschaft etablierter Parteien und Organisationen gebildet. Hier werden völkisch-rassistische Meinungen unter dem scheinbar harmlosen Deckmantel eines Bürgerbündnisses einer breiten Masse zugänglich gemacht. Gerade neue rechte Bewegungen wie „Zukunft Heimat“ sind gefährlich und brauchen eine Gegenkraft, weil sie eben nicht nur am gesellschaftlichen Rand zu verorten sind.

Dass sich diese Gegenkraft nun auch in Lübbenau und der Region Spreewald unter dem Namen „Laut für den Spreewald“ gegründet hat, ist ein guter Schritt. Mit der heutigen Demonstration wird deutlich, dass viele Menschen nicht gewillt sind, menschenverachtende Ideologien unwidersprochen hinzunehmen.

Unsere Erfahrungen aus Cottbus haben gezeigt, dass viel erreicht werden kann, wenn verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure an einem Strang ziehen. Indem wir zusammenhalten und eine sehr klare Position vertreten, können wir rechte Proteste erfolgreich zurückdrängen. Auch wenn die erstarkenden nationalistischen und rassistischen Bewegungen zunächst zu Überforderung führten und die nun abnehmenden Teilnehmer*innenzahlen eine vermeintliche Schwächung der Bewegung erhoffen lassen, dürfen wir die Füße nicht still halten! Jederzeit können „Zukunft Heimat“ wieder aufmarschieren und ihre Hetze verbreiten. Zukünftig gilt es gemeinsam Stärke zu zeigen und ihnen die Bühne zu nehmen.

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Offener Brief bezüglich der Linksextremismus-Vorwürfe gegen Verein und Bündnis http://nazifreicb.blogsport.de/2016/03/10/offener-brief-bezueglich-der-linksextremismus-vorwuerfe-gegen-verein-und-buendnis/ http://nazifreicb.blogsport.de/2016/03/10/offener-brief-bezueglich-der-linksextremismus-vorwuerfe-gegen-verein-und-buendnis/#comments Thu, 10 Mar 2016 21:30:57 +0000 Administrator Allgemein http://nazifreicb.blogsport.de/2016/03/10/offener-brief-bezueglich-der-linksextremismus-vorwuerfe-gegen-verein-und-buendnis/ Pressemitteilung von Cottbus Nazifrei! und dem Verein für ein multikulturelles Europa e.V.

+++ Linksextremismus-Vorwürfe seitens einzelner Stadtverordneter
+++ Spaltung emanzipatorischer Kräfte darf nicht zugelassen werden
+++ Offener Brief als Antwort gegen Vorwürfe von Verein und Bündnis verfasst

Das Bündnis Cottbus Nazifrei! und der Verein für ein multikulturelles Europa e.V. wenden sich in einem Brief erstmals an die Öffentlichkeit, nachdem Linksextremismus-Vorwürfe geäußert wurden. Die Ehrenamtlichen der beiden Organisationen fordern darin die emanzipatorische Bewegung in Cottbus nicht zu spalten. Gemeinsam mit anderen Akteuren in der Stadt wollen sie weiterhin gegen Rechtspopulismus und Neonazis aktiv sein.

Die Stadtverordneten Jürgen Maresch (parteilos, ehem. Die Linke) und Wolfgang Bialas (CDU) haben in der Stadtverordnetenversammlung Linksextremismus-Vorwürfe gegen den Verein für ein multikulturelles Europa e. V. sowie gegen das Bündnis Cottbus Nazifrei! vorgebracht. Der Verein sah sich daraufhin gezwungen, den Antrag für eine jahrelang gezahlte Unterstützung vom Jugendamt zurück zu ziehen. Maresch fordert des Weiteren die Stadt dazu auf, die Zusammenarbeit mit dem Bündnis Cottbus Nazifrei! aufzugeben. Beide Initiativen sollen sich vom „Linksextremismus“ distanzieren, um Sanktionen zu vermeiden. „Wir haben jahrelang eine
finanzielle Unterstützung für unsere vielfältigen Projekte seitens des Jugendamtes erhalten. Durch die Vorwürfe können wir diese Projekte nur noch schwer verwirklichen“, so Maria Schneider vom Multikulti-Verein.

Das Bündnis Cottbus Nazifrei! und der Verein arbeiten eng zusammen und sind für die alternative Jugendkultur in Cottbus unverzichtbar. Im Bezug auf die Arbeit gegen faschistische Strukturen konnte in Cottbus schon viel erreicht werden. Die Proteste am 15. Februar sind dafür beispielhaft. Die gute Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Cottbuser Aufbruch und der Stadt ist zudem ein landesweites Vorzeigeprojekt. „‘Cottbus bekennt Farbe‘ sollte auch weiterhin wegweisend im Kampf gegen Neonazis und rassistische Hetze sein. Wir sind froh, dass in Cottbus eben keine Sächsischen Verhältnisse herrschen“, meint Luise Meyer von Cottbus Nazifrei!

Besonders in der aktuellen Situation einer erstarkenden Rechten in Deutschland ist es wichtig, diese Zusammenarbeit nicht zu gefährden. Alle demokratischen Kräfte müssen im Kampf gegen Organisationen wie Pegida, die AfD und vermeintlich „besorgte und heimatverbundene Bürgerbewegungen“ zusammen halten und ihre rassistische Hetze sowie Rückwärtsgewandtheit entkräften und aufdecken.

Offener Brief
Hintergrundtext zur Entstehung des Offenen Briefs

Kontakt:
Sprecher*innenrat: 0157 – 803 432 25
Email: kontakt@cottbus-nazifrei.info

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